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Wladimir Tsesler

Wladimir Tsesler wurde 1951 in Sluzk (Weißrussland, Mionsker Gebiet) geboren.
Er studierte Design am Belarussischen Theater- und Kunstinstitut (heute Belarussische staatliche Kunstakademie). 1980 lernte er bei Pavel Semchenko.
Ab den späten 1970er Jahren arbeitet mit dem  berühmten belarussischen Künstler Sergej Wojtschenko (1955-2004) zusammen.
Wladimir Tsesler ist Mitglied des Belarussischen Designerverbandes und des Belarussischen Künstlerverbandes.
Er hat sich als Plakatkünstler einen Namen gemacht.
Derzeit arbeitet er in verschiedenen Stilrichtungen: Plakat, Objektkunst, Malerei, Skulptur, Grafik, Werbung, Industriedesign etc.
 Sein Plakat „Woodstock 30 years“ wird derzeit im Museum für Werbung im Louvre ausgestellt.
Eine große Bekanntheit erlangte sein „Jahrhundertprojekt – die Zwölf aus dem 20. Jh.“In diesem Projekt stellten Wladimir Tsesler und Sergej Wojtschenko zwölf berühmte Künstler als Eier dar. Dieses Projekt wurde u.a. im Puschkin-Museum in Moskau (1999-2000), im Ludwig-Museumim Russischen Museum (Sankt Petersburg, 2000)  und der Biennale in Venedig (2005) präsentiert.
Wladimir Tsesler wurde mit zahlreichen Preisen im Rahmen internationaler Wettbewerbe, Biennalen und Festivals ausgezeichnet. 

Wladimir Tsesler  über sich selbst:

„Die Stadt Sluzk (Weißrussland), wo ich am 30. April 1951 geboren wurde, ist ungefähr tausend Jahre alt. Für mich war sie mit ihren Brückchen, üppigen Gärten und einem eigenen Lebensstil ein kleines und gemütliches Zentrum des Universums. Wenn man aus der Stadt hinausging und in Richtung des Dorfes Dzhampol lief, kam man auf eine herrliche Flussaue mit duftenden Schwertlilien und Seerosen. Hinter der Wiese mit weidenden Kühen lag nach meinen Vorstellungen Britannien, ich glaubte in der Ferne Häuser mit Ziegeldächern  deutlich zu sehen. Ich war überzeugt, dass sich hinter der Eisenbahnstation China befand, und in dessen Fenstern sah ich chinesische Lampions und schöne chinesische Frauen auf den Kupferplatten an den Wänden. Polen war für mich bei Oma Jadja, die im Nachbarhaus wohnte. Bei ihr zu Hause gab es einen schwarz gekachelten Kaminofen, an den Wänden hingen viele kleine Fotos, katholische Bilder und Kruzifixe. Ein alter Friedhof prägte sich mir allerdings am stärksten ins Gedächtnis. Dort im Schatten riesiger Ahorne und Linden, unter Reliefgrabsteinen scheint meine glückliche Kindheit geblieben zu sein. Nur manchmal in den Träumen kommt sie zu mir zurück. Nach dem Armeedienst zog ich nach Minsk und machte bei einer Verwandten von mir Halt. Das Haus, wo sie wohnte, - das sogenannte Freimaurerhaus - lag in der Oberstadt, dem malerischsten Stadtviertel von Minsk. Damit hatte ich wirklich viel Glück gehabt. Von 1975 bis 1980 studierte ich an der Akademie der Künste an der Fakultät für Design. Nach dem Studium arbeitete in der Bücherbranche und wurde mehrfach für meine Arbeit ausgezeichnet. Außerdem war ich in Bereich Werbung tätig. Mein erstes Plakat zeichnete ich 1979 in Zusammenarbeit mit Sergej Wojtschenko für ein Pionierensemble.“ 

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